11. Februar 2026, 10:00–16:00 Uhr
Potsdam-Museum – Forum für Kunst und Geschichte, Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam
Im Mittelpunkt der Fachkonferenz des Klimabündnis Stadtentwicklung Brandenburg stand in dem Jahr die Frage, wie die Wärmewende und Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung finanziert werden können.
Die Bündnispartner des Klimabündnis Stadtentwicklung – Detlef Tabbert (Minister für Infrastruktur
und Landesplanung), Thoralf Uebach (Vorsitzender der Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Verbandes Kommunaler Unternehmen e.V.) und Matthias Brauner (Leiter der Landesgeschäftsstelle Potsdam des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.) – begrüßten die Teilnehmenden in einer Gesprächsrunde, die von Christian Huttenloher (Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V./ Geschäftsstelle Klimabündnis Stadtentwicklung) moderiert wurde. Die Bündnispartner hoben die Vorteile der Zuzsammenarbeit hervor und betonten unisono, dass Verlässlichkeit und Berechenbarkeit der rechtlichen und finanzellen Rahmenbedingungen für langfristige Investitionen ausschlaggebend sind.
Prof. Dr. Bernd Hirschl (BTU Cottbus-Senftenberg / IÖW gGmbH) erläuterte in seiner Keynote die Grundlagen, Herausforderungen und Lösungsansätze für die Finanzierung der Transformation im Gebäudesektor. Anschließend stellte Matthias Lux (Vorsitzender Geschäftsführer der Stadtwerke Halle GmbH) das Vorgehen der Stadtwerke Halle für eine integrierte Finanzierungslösung mit eigenkapitalsersetzenden Darlehen, Fremdkapital, off-balance-Finanzierung und Innenfinanzierung vor und gab dabei interessante Hinweise auf neue Kapitalquellen. Phillipp Reiß (Co-Projektleiter der Agentur für kommunalen Klimaschutz beim Deutschen Institut für Urbanistik) zeigte in seinem Impuls Wege auf, wie Klimaschutz und -anpassung trotz knapper Kassen in Kommunen funktionieren kann.
In der anschließenden Gesprächsrunde mit den Referenten, die Matthias Brauner durch die Perspektive der Wohnungswirtschaft erweiterte, betonten auch diese, wie wichtig die Zusammenarbeit von Stadtwerken und kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen für das Gelingen der Wärmewende ist. Sie stellten zudem fest, dass sich die immensen Finanzierungskosten auch auf Mieten und Energiepreise für die Endkunden auswirken werden. Die Förderung sollte sich daher auf einkommensschwächere Personengruppen konzentrieren, um die Wärmewende sozialverträglich zu realisieren.
Nach der Mittagspause informierten Axel Papendiek (KfW Infrastrukturfinanzierung) über aktuelle Bundesförderungen zur energetischen Stadtsanierung und Infrastruktur und Vicky Berendt (Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Referat 21) über die Förderung von Klimaanpassungsmaßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung in Brandenburg.
Die Praxislösungen aus Brandenburg erlaubten auch in diesem Jahr Einblick in das im Land vorhandene Know-how: Roman Poosch (Technischer Vorstand Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG) stellte den Sanierungsfahrplan der PWG auf dem Weg zur CO₂-Neutralität vor, Hannes Schliebner (Leiter Energiewirtschaft Stadt- und Überlandwerke GmbH Luckau-Lübbenau) berichtete von der Abwärmenutzung eines Rechenzentrums und Dunja Marx (Dezernentin für Bau-, Gebäude-, Stadtplanungs- und Infrastrukturangelegenheiten der Stadt Bernau) zeigte am Beispiel des Bahnhofsplatzes in Bernau, wie Klimaanpassungsmaßnahmen konkret umgesetzt werden können.
Den Abschluss des Nachmittags, der von Nicola Krettek (B.B.S.M. mbH/ Geschäftsstelle Klimabündnis Stadtentwicklung) moderiert wurde, bildete ein Austausch bei Kaffee und Kuchen an Themen-Tischen mit den Referierenden.
Weitere Informationen
Präsentationen
Prof. Dr. Bernd Hirschl (BTU Cottbus-Senftenberg / IÖW gGmbH)
Matthias Lux (Stadtwerke Halle GmbH)
Phillipp Reiß (Agentur für kommunalen Klimaschutz)
Matthias Brauner (Landesgeschäftsstelle Potsdam BBU e.V.)
Axel Papendiek (KfW Infrastrukturfinanzierung)
Vicky Berendt (Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung)
Roman Poosch (Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG)
Hannes Schliebner (Stadt- und Überlandwerke GmbH Luckau-Lübbenau)
Dunja Marx (Stadt Bernau bei Berlin)
