Online-Dialog zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)

Online-Dialog zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)

Vom Gebäudeenergiegesetz zum Gebäudemodernisierungsgesetz –
Was ändert sich für Wohnungswirtschaft und Stadtwerke?

Online-Veranstaltung am 15. Oktober 2026 von 09:30 bis 12:00 Uhr

Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz verändert sich der rechtliche Rahmen für die energetische Modernisierung von Gebäuden. Doch was ist tatsächlich neu? Welche Anforderungen und Spielräume ergeben sich für Wohnungswirtschaft, Stadtwerke und Kommunen – und was bedeutet der neue Kurs für die praktische Umsetzung der Wärmewende? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des gut besuchten Online-Dialogs des Klimabündnisses Stadtentwicklung Brandenburg.

Nach der Begrüßung durch Christian Huttenloher (DV) und Nicola Krettek (B.B.S.M.) gab Mathias Haufe (MIL) einen Überblick über die wesentlichen Änderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes und ordnete deren Bedeutung für die Praxis ein. Anschließend beleuchteten Julian Büche (VKU-Landesgruppe Berlin-Brandenburg) und Matthias Brauner (BBU) die Neuregelungen aus Sicht der Verbände. Sie erläuterten die aus ihrer Sicht damit verbundenen Chancen und Handlungsspielräume ebenso wie offene Fragen und mögliche Unsicherheiten für Wohnungswirtschaft und Stadtwerke.

Im Mittelpunkt des anschließenden Praxisblocks standen die Perspektiven von Unternehmen aus der Wohnungs- und Versorgungswirtschaft. Christian Urban (Wohnungsbaugesellschaft mbH Oranienburg), Robert Liefke (Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft mbH), Torsten Röglin (Stadtwerke Frankfurt (Oder) GmbH) und Irina Kühnel (Stadtwerke Strausberg GmbH) berichteten, wie sie die Neuregelungen bewerteten und welche Auswirkungen sie auf Investitionsentscheidungen, Geschäftsmodelle und die praktische Umsetzung der Gebäudemodernisierung erwarten. Dabei reichten die Einordnungen von “wir sind und bleiben auf unserem Weg zur Klimaneutralität” bis zu “volatile gesetzliche/politische Rahmenbedingungen erschweren Investitionsentscheidungen”.

In der abschließenden Gesprächsrunde wurden die Chat-Statements der Teilnehmenden zusammengefasst und mit den Impulsgebern diskutiert. Es wurde deutlich, dass die Umsetzung der Wärmewende verlässliche Rahmenbedingungen und eine stärkere Berücksichtigung unterschiedlicher Ausgangslagen erfordert. Für Gasnetze wurden frühzeitige und transparente Zeitpläne für mögliche Stilllegungen gefordert, damit sich Kund:innen auf Veränderungen einstellen können. Dabei wurde auch die Herausforderung des Wettbewerbs der unterschiedlichen Netze bzw. Leitungsträger (Fernwärme, Gas, Strom) besprochen. Kleine, insbesondere im ländlichen Raum tätige Wohnungsunternehmen stehen angesichts von Leerstand, niedrigen Mieten und begrenzten Finanzierungsspielräumen vor besonderen wirtschaftlichen Herausforderungen. Auch der Umgang mit denkmalgeschützten Gebäuden wurde als Problem benannt: Fehlende einheitliche Maßstäbe für energetische Maßnahmen erschweren hier die Planung und Genehmigung. Zudem wurde auf die langen Zeiträume hingewiesen, die der Ausbau und die Transformation von Wärme- und Stromnetzen angesichts begrenzter jährlicher Baukapazitäten erfordern.

Präsentationen

Mathias Haufe (MIL)

Julian Büche (VKU-Landesgruppe Berlin-Brandenburg)

Matthias Brauner (BBU)

Torsten Röglin (Stadtwerke FFO)


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